19.06.2026, 17:54 - Wörter:
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.06.2026, 17:54 von James Harrington.)
Wenn man von vorne anfing, war das alles etwas seltsam gelaufen mit der Klientin. James gehörte weder zu den scheuen Vertretern von Londons Demi-Monde noch zu den absolut guten und redlichen Menschen. Er lebte eher in seiner eigenen, kleinen aber dafür wohldefinierten Grauzone. Was wohl auch besser war für alle Dienstleistungen, die er anbot. Er war nicht der Typ für nette, kleine Kräutertinkturen oder einen kleinen aber durchaus feinen Bannzauber gegen den Poltergeist der Familie von Nebenan. Nein, er hatte auch keine Probleme mit Schadzauberei. Welche - man glaubte es sicherlich kam - bedeutend mehr Geld einbrachte als alles andere. Sicherlich nicht weil die Dinge aufwendiger waren oder schwer zu bekommen. Das galt für alle seiner Dienstleistungen - schließlich gab es kaum jemand in London, der genau das anbot. Aber wenn Menschen etwas verbotenes forderten, dann zahlten sie den Preis für ein reines Gewissen gleich mit. Als Heiler wurde man lieber als Scharlatan verurteilt - weil man kein Arzt war und es natürlich keine Magie gab. Wenn es der Arzt nicht richten konnte, dann auch nicht der Mann, der mit Huhn und Trommel anrückte. Menschen waren eben genauso und James war moralisch flexibel, was viele seiner Kunden zu schätzen wußten.
Aber zurück zu der neuesten - diesem irisch klingenden Mädchen. Die, die ihn über einen Mittelsmann kontaktiert hatte, irgendwen an den er sich nur noch am Rande erinnern konnte. Vielleicht war das der Grund gewesen, wieso es nicht so leicht mit ihr gewesen war? Immerhin hatte sie sich nicht durchs Telefonbuch gewühlt oder das Internet benutzt oder eben auch die afrikanische Gemein de in London. Dann wäre es sicher einfacher geworden, richtig? Der Mittelsmann hatte sich auf Goeffreys Lokal ausgesucht, vermutlich hatte er beim gemeinsamen Bekannten Schulden. Der Ort war James einerlei.
Das Ergebnis war einfach - sie würden sich heute hier treffen, James hatte die Uhrzeit auch wenn er schon viel länger hier war. Immerhin war Goeffrey ein guter Kumpel, Marcellus ein guter Kunde, die Küchencrew wußte, was sie in ihren Töpfen und Tiegeln schmorte. Es war ein guter und ehrlicher Ort für Fremde und ein noch besserer für Freunde. Da er Goeffrey noch eine Tinktur für seine Mam vorbeibringen mußte, war er vor Eröffnung schon hier gewesen. Was mit einem großen Hallo und jede Menge Geschichten geendet hatte. Wie immer, wenn man Freunde und Bekannte eine Weile nicht gesehen hatte. James hatte Goeffrey gesagt, daß das irische Mädchen einen brauchbaren Platz brauchte, sie mußten noch über Geschäfte sprechen. Deswegen kein Platz mitten im schlimmsten Trubel oder nahe der Band - falls es Livemusik geben würde. Man wußte an einem Tag nie, was man wirklich serviert bekam und das nicht nur im Bezug auf das Essen.
Auf jeden Fall hatte James so die Gelegenheit, sie aus der Entfernung genauer zu betrachten - jemand, der wie verloren wirkte und in der Zeit stehen geblieben. Jemand, der den Geruch von Wiesen, Folklore und auch das Lachen von Menschen mit sich brachte aber ansonsten rabenschwarz und düster wirkte. So waren sie eben die Fae - an manchen schien der Tod zu haften. Oder sie sahen aus, wie Beerdigungsunternehmer aus dem viktorianischen Zeitalter. Jedenfalls ein Blick auf die Uhr sagte, daß er sich durchaus eilen sollte. Manche Menschen und Fae bestanden auf Pünktlichkeit. Im Gegensatz zu ihr war James nicht sonderlich gut oder auch schlecht gekleidet. Sein Mantel hing schon seit heute Mittag an der Garderobe, er selbst trug einfach Jeans und Shirt. Beides war nicht so farbenfroh wie die Kleidung der Menschen hier aber es paßte von der Lässigkeit wunderbar herein. Das Shirt versteckte weder die unzähligen Tätowierungen an seinen Armen noch lenkte es von der Narbe, die von der Stirn über die Augenbraue hin bis zur Wange ging. Carn begrüßte die Narbe immer extra nett und James war mehr als nur glücklich, das das Messer sein Auge nicht erwischt hatte. Am Tisch angekommen, schaute er seine Klientin an. "Hallo, freut mich, daß sie es hierher geschafft haben. Mein Name ist James Harrington." Natürlich würde er ihr die Hand reichen oder eben sich auch einfach setzen. Je nachdem wie sie sich geben würde.
Aber zurück zu der neuesten - diesem irisch klingenden Mädchen. Die, die ihn über einen Mittelsmann kontaktiert hatte, irgendwen an den er sich nur noch am Rande erinnern konnte. Vielleicht war das der Grund gewesen, wieso es nicht so leicht mit ihr gewesen war? Immerhin hatte sie sich nicht durchs Telefonbuch gewühlt oder das Internet benutzt oder eben auch die afrikanische Gemein de in London. Dann wäre es sicher einfacher geworden, richtig? Der Mittelsmann hatte sich auf Goeffreys Lokal ausgesucht, vermutlich hatte er beim gemeinsamen Bekannten Schulden. Der Ort war James einerlei.
Das Ergebnis war einfach - sie würden sich heute hier treffen, James hatte die Uhrzeit auch wenn er schon viel länger hier war. Immerhin war Goeffrey ein guter Kumpel, Marcellus ein guter Kunde, die Küchencrew wußte, was sie in ihren Töpfen und Tiegeln schmorte. Es war ein guter und ehrlicher Ort für Fremde und ein noch besserer für Freunde. Da er Goeffrey noch eine Tinktur für seine Mam vorbeibringen mußte, war er vor Eröffnung schon hier gewesen. Was mit einem großen Hallo und jede Menge Geschichten geendet hatte. Wie immer, wenn man Freunde und Bekannte eine Weile nicht gesehen hatte. James hatte Goeffrey gesagt, daß das irische Mädchen einen brauchbaren Platz brauchte, sie mußten noch über Geschäfte sprechen. Deswegen kein Platz mitten im schlimmsten Trubel oder nahe der Band - falls es Livemusik geben würde. Man wußte an einem Tag nie, was man wirklich serviert bekam und das nicht nur im Bezug auf das Essen.
Auf jeden Fall hatte James so die Gelegenheit, sie aus der Entfernung genauer zu betrachten - jemand, der wie verloren wirkte und in der Zeit stehen geblieben. Jemand, der den Geruch von Wiesen, Folklore und auch das Lachen von Menschen mit sich brachte aber ansonsten rabenschwarz und düster wirkte. So waren sie eben die Fae - an manchen schien der Tod zu haften. Oder sie sahen aus, wie Beerdigungsunternehmer aus dem viktorianischen Zeitalter. Jedenfalls ein Blick auf die Uhr sagte, daß er sich durchaus eilen sollte. Manche Menschen und Fae bestanden auf Pünktlichkeit. Im Gegensatz zu ihr war James nicht sonderlich gut oder auch schlecht gekleidet. Sein Mantel hing schon seit heute Mittag an der Garderobe, er selbst trug einfach Jeans und Shirt. Beides war nicht so farbenfroh wie die Kleidung der Menschen hier aber es paßte von der Lässigkeit wunderbar herein. Das Shirt versteckte weder die unzähligen Tätowierungen an seinen Armen noch lenkte es von der Narbe, die von der Stirn über die Augenbraue hin bis zur Wange ging. Carn begrüßte die Narbe immer extra nett und James war mehr als nur glücklich, das das Messer sein Auge nicht erwischt hatte. Am Tisch angekommen, schaute er seine Klientin an. "Hallo, freut mich, daß sie es hierher geschafft haben. Mein Name ist James Harrington." Natürlich würde er ihr die Hand reichen oder eben sich auch einfach setzen. Je nachdem wie sie sich geben würde.